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Gesundheit oder Krankheit

...der Darm entscheidet mit!

 

"Der Tod sitzt im Darm". Manch einer mag diesen häufig zitierten Spruch für Übertreibung halten und doch hat er eine hohe Berechtigung. Die Rede ist hier nicht von den eigentlichen Darmkrankheiten, sie entwickeln sich sehr oft erst nach langer Zeit der Darmschädigung. Die Gefahr für unsere Gesundheit liegt vielmehr schon in dieser langsam fortschreitenden Schädigung selbst, auch wenn noch gar keine spezifische Krankheit zu erkennen ist. Bereits davon wird unser Immunsystem unmittelbar betroffen, wird beeinträchtigt und geschwächt und das kann schwere Folgen haben. Der Darmtrakt ist, wie oben erwähnt der größte Teil unseres Immunsystemes, die riesige Innenfläche der Darmwände, weit mehr als 100Quadratmeter, ist reich mit Abwehrzellen ausgestattet. Das Immunsystem hat hier ständig akkute Aufgaben zuerledigen, bei jeder Nahrungraufnahme muß es tätig werden, um zu entscheiden was gut oder schlecht ist. Muß das Gute passieren lassen, das Schlechte aber beseitigen. Funktionieren kann das natürlich nur, wenn das Immunsystem intakt ist. Das erklärt auch schon zum Teil warum unsere Ernährung eine so hohe Bedeutung für das Immunsystem hat. In der Tat ist es so, daß eine ganze Fülle von Krankheiten mit einem geschädigten Darm und damit mit einem geschädigten Immunsystem zusammen hängt. Krankheiten, bei denen der Laie zunächst nicht vermuten würde, daß sie mit dem Darm zu tun haben. Einige wichtige Beispiele: Herzprobleme, Migräne, chronische Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Depressionen, Akne. Außer Zweifel steht auch, daß ein  geschädigter Darm der Auslöser für Krebs in allen Organen sein kann. Ebenso hängen Autoimmunkrankheiten wie Multible Sklerose oder Polyarthritis etc. damit zusammen. Schließlich erhöht ein geschädigter Darm auch die Anfälligkeit für Infekte aller Art; viele chronische Infektionen heilen oft nur dann aus, wenn der Darm saniert worden ist. Der Darm ist für unser gesammtes Wohl und Wehe um vieles wichtiger, als es alle jene Leute wahrhaben wollen, die dieses Organ ständig durch eine schlechte Ernährung malträtieren. Es ist geradezu erschreckend, was der Darm alles zu leisten hat, wenn der Körper schlecht ernährt wird. Da sind z.B. die vielen halbgiftigen Substanzen, die unsere Zivilationskost enthält; direkt als schädlich erkannte Umweltgifte (halbgiftig nennt man sie deshalb, weil ihre Dosierung unterhalb der Toleranzschwelle liegt) ebenso wie viele der Stoffe, die wir zum Konservieren und Schönen der Lebensmittel verwenden. Einzeln erscheinen solche Substanzen als unbedenklich, in der Summe aber stellen sie doch eineBelastung für das Immunsystem und nicht selten sogar eine Überforderung dar. Den Umweltgiften sind wir alle gleich ausgesetzt - wohl dem, dessen Immunsystem funktioniert. An zweiter Stelle ist unsere Vorliebe für bestimmte Nahrungsmittel zu nennen, die im Übermaß genossen, den Darm auf Dauer schädigen. Hier muß man vor allem den übermäßigen Zucker- und Weißmehlkonsum nennen auch übermäßiger Fleischkonsum kann vom Darm einfach nicht genügend verarbeitet werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Übergewicht auch dadurch strapazieren wir unseren Darm und damit unser Immunsystem. Da der Darm entsprechend mehr zu verarbeiten hat wird er daran gehindert sich wichtigeren Aufgaben optimal zuzuwenden. Die krankmachenden Folgen des Übergewichtes stehen damit in unmittelbarem zusammenhang. Ganz gravierende Schäden für den Darm ruft eine zu lange Verweildauer der Speisen im Darm hervor, chronische Verstopfung ist eines der häufigsten Übel. Meist wird davon erst gesprochen, wenn bis zum nächsten Stuhlgang mehr als 2-3 Tage vergehen. Anzustreben ist täglicher Stuhlgang, denn abgesehen davon, daß bei größeren Intervallen der Darm auch die entsprechend größere Menge mit sich herum schleppen muß, haben die Speisen dadurch länger Gelegenheit in Gärung und Fäulnis überzugehen, dabei mehr giftige Substanzen zu entwickeln und damit das Immunsystem mehr zu belasten. Wir wissen woran die verzögerte Ausscheidung liegt, in aller erster Linie am Mangel an pflanzlichen Faserstoffen, ein bisschen mißverstandlich Ballaststoffe genannt, denn diese Faserstoffe sind es, die den Darm in Bewegung setzen. In diesem Zusammenhang ein kurzesWort zu Abführmitteln man kann vor einem Dauergebrauch nur warnen denn sie haben zwei entscheidende Nachteile: Zu einem stören sie die auch für das Immunsystem so wichtige Aufnahme von Mineralstoffen, zum anderen wird der Darm immer träger.

Was ist die Darmflora?

Im Darmtraktleben Milliarden lebenswichtiger Mikroorganismen, die sich von den schädlichen  Bakterien und deren Abfallprodukten, von Pilzen, Gärstoffen und anderen für unseren Körper giftige Substanzen ernähren. Gleichzeitig unterstützen diese freundlichen Mikroorganismen viele Funktionen des Körpers. Diese Bakterien werden bei der Geburt über den Mund aufgenommen und wandern von da in den Darm, wo sie sich schnell vermehren und in großen Kolonien einnisten. Colostrum und Muttermilch nähren die junge Darmflora und so bilden diese Bakterien bald einen wichtigen Bestandteil des dünn und Dickdarmes. Beim erwachsenen Menschen besiedeln mehr als 400 verschiedene Mikroorganismen den Darm. Sie wiegen ungefähr 1Kg und erledigen verschiedenste Aufgaben. Aufschlüsselung von Kohlehydraten, Proteinen und Fetten in Aminosäuren, Fettsäuren und Glukose. Unterstützung bei der Fermentation löslicher Faserstoffe aus der Ernährung. Dadurch entstehen kurzkettige Fettsäuren, die als Energiequelle bis zu 10% des Energiebedarfs abdecken. Unterstüzung der Produktion körpereigener Antibiotika wie z.B. Bifidin, Acidophilin und andere.  Stimmulierung der Immunsystemfunktion von Milz und Thymusdrüse,  Schutz und Abwehr von Krankheitserregern, Aufrechterhaltung der lebenswichtigen chemischen Balance im Darm, Kontrolle über andere unerwünschte Besiedlungen von für Menschenschädlichen Mikroorganismen. So wie eine natürliche Besiedlung des Darmes beim Geburtsvorgang und die Unterstützung durch Muttermilch in den ersten Lebensmonaten eine wichtige Rolle spielt, so bedeutend ist die weitere Ernährung der Darmflora. Dabei spielen sowohl Öbst, Salate und rohes oder gedämpftes Gemüse, sowie milchsauer vergorene Lebensmittel wie Sauerkraut oder andere eingelegte Gemüse, eine große Rolle Auch gesäuerte Milchprodukte wie Kefir, Jogurt, Sauermilch, Buttermilch, Molke unterstützen unter der Voraussetzung, daß Milchprodukte verfragen werden die Gesunderhaltung des Darmmilieus. Was aber beschädigt eine gesunde Darmflora? Zucker und zuckerhaltige Nahrungsmittel, weißes Auszugsmehl aus den verschiedenen Körnern, Alkohol, ballaststoffarme Ernährung, säuernde Nahrungsmittel, Trinkwasser, das mit Chlor oder Flour keimfrei gemacht wurde. Strahlentherapie, entzündungshemmende und nicht steroidale Medikamente. Oral verabreichte Antibiotika können den Darm steril machen. Auf diesen keimfreien Darmwänden etablieren sich unglücklicherweise die schädlichen Mikroorganismen leichter und schneller als die guten Bakterienstämme. Wenn die Darmflora geschädigt ist treten Darmprobleme auf. Häufiger Durchfall, Gasbildung im Darm, Verstopfung, Candida Besidlung etc. Aber das ist noch nicht alles, eine geschädigte Darmflora kann ihre Funktionen nur noch verlangsamt oder garnicht mehr ausüben. Es kommt oft zu Mangelerscheinungen mit Folgeerkrankungen, da wichtige Nährstoffe nicht resorbiert und gebildet werden. Chronische Müdigkeit, Osteoporose, Vitamin B Mangel, Blutarmut, Eisenmangel, Hormonmangel, Menstruationsprobleme, Prämenstruelles Syndrom, Prostataprobleme, Hautausschläge, Hautprobleme etc.  Auch das Immunsystem leidet unter einer geschädigten Darmflora, es wird schwach und kann sich in folgenden Krankheitsbildern äußern: Allergien, Infektanfälligkeit, chronisch degenrative Krankheiten, chronische Blasenentzündung,chroniche Vaginalentzündung. Ist es einmal zu diesen Krankheitsbildern gekommen, kann man mit einer gesunden Ernährung ordnend eingreifen, die Unterstützung durch konzentrierte Lactobacillen wie Acidophillus, Bifidus und Casei ist dringend zu empfehlen und erforderlich. Es ist noch sehr wenig bekannt, dass eine Vielzahl anderer Mikroorganismen existieren, die zwar bei der Geburt nicht zur ersten Einpflanzung gehörten, die aber von außerordentlichem Nutzen für die Darmflora und damit für die Gesundheit sind. Diese Mikroorgnismen besiedeln den Darm eher zufällig über die Nahrungsaufnahme von rohem Obst, Gemüse, Wurzeln und Kräutern, da sie als bodengebundene Organismen im Erdreich und an Pflanzen vorkommen. Diese Mikroorganismen haben wenig Chancen, die moderne Verarbeitung unserer Lebensmittel zu überleben. Schon beim Anbau von Pflanzen werden Pestizide und chemische Mittel eingesetzt, die Pilze und Keime abtöten und dabei auch viele bodengebundene Organismen und Enzyme vernichten. Auch Hitzeanwendung bei der  Nahrungsverarbeitung zerstören diesen wichtigen Bestandteil auf der Oberfläche von Obst und Gemüse. In den ländlichen Lebensgemeinschaften von des letzten Jahrhunderts war es ganz natürlich, daß ein Großteil der Lebensmittel direkt vom Feld, Baum und Strauch verzehrt wurde, bedauerlicherweise fehlt dieser Bestandteil in der heutigen Versorgung durch die moderne Lebensmittelindustrie fast völlig. Es gibt Hunderte verschiedener Mikroorganismen,die man SBO´s (Soil based Organismus - bodengebundene Organismen) nennt. Sie sind kleinste Mikroben, die als wichtigster Bestandteil in der Natur unserer Böden von Hefen, Pilzen, Moder und anderen Schädlichen Bakterien befreien und damit wesentlich zu gesundem Pflanzenwachstum beitragen. Die SBO´s produzieren dazu große Mengen an kraftvollen Enzymen, welche die Erde für Pflanzenwachstum vorbereiten und säubern. Sie stellen aber auch Nährstoffe und Hormone her, die das Pflanzenwachstum beschleunigen und zur Fortpflanzung anregen. Die SBO´s tragen nicht nur zur Balance in unserer Umwelt bei, sie helfen auch die Innenwelt eines jeden Darmes von Pilzen, Schimmel und schädlichen Bakterien zu reinigen und die Balance zwischen den nützlichen und den schädlichen Mikroorganismen wiederherzustellen. Auf dieser Erkenntnis basierend wurden Präparate entwickelt, die den Darm mit verschiedenen Bakterienstämmen besiedeln und hierbei zu einer gesunden Darmflora beitragen.