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Stevia

...natürlich süßen ohne Zucker!

 

Das Hauptinteresse gilt den süßen Inhaltsstoffen, den Steviol-Glykosiden (auch Ditepenglykoside genannt). Sie sind 300 mal so süß wie Zucker, haben keine Kalorien, sind für Diabetiker geeignet und unterbinden die  Kariesbildung. Erst in jüngster Zeit wurde man auf andere Wirkungsmechanismen aufmerksam, die wir heute durchaus als gleichwertig betrachten können. So zeigt sich in der Zubereitung aus den fermentierten blättern eine sehr starke antioxidative Wirkung, die jene des Grünen Tees sogar übersteigt. Da Stevia eine Plaque hemmende Wirkung hat,  finden wir Zusätze von Stevia in immer mehr Zahnpasten und Mundwässern. derzeit werden wissenschaftliche Studien durchgeführt, die eine antikarzinogene Wirkung belegen sollen. Das süße Prinzip von Stevia basiert auf dem Vorhandensein einiger komplexer Moleküle, den Steviol-Glykosiden, welche bis zu 300 mal so süß sind wie Zucker. Da sie wasserlößlich sind, können sie ohne den Einsatz von gesundheitlich bedenklichen Lösungsmitteln aus den Blättern der Pflanze gewonnen werden. Wir unterscheiden besonders 2 Steviol-Glykoside die natürlich in der Pflanze geblidet werden: Steviosid und Rebaudiosid -A.

Die Blätter von Stevia rebaudiana, sowie die daraus isolierten Steviol-Glykoside bieten im Vergleich mit anderen Süßmitteln für den Verbraucher viele markante Vorteile:

  • Stevia/Steviol - Glykoside sind keine chemischen sondern rein matürliche Produkte
  • die Blätter können in ihrem Ursprungszustand verwendet werden
  • dank ihrer großen Süßkraft ist ein geringer Verbrauch erforderlich
  • die Pflanze ist nicht toxisch (giftig)
  • sowohl Blätter als auch die Steviol-Glykoside können gekocht werden, beständig bis zu einer Erhitzung von 200 Grad
  • keine Gärung
  • als Süßungsmittel bei Diabetes, Neurodermitis, Zucker- und Sorbitunverträglichkeit bestens geeignet
  • geschmacksverbessernd, klinisch getestet
  • ideale Süße auch für kinder, macht nicht abhängig, fördert kein Karies
  • Steviablätter haben mit dem Zucker nur den süßen Geschmack gemein. Sie haben keine Kalorien und beeinflussen nicht den Blutzuckerspiegel

Dr.med. Johann Christian Huber: "Der Einfluß der Süßstoffe Acesulfam-K und Steviosid auf die Sekretion gastrointenstinaler Hormone beim Menschen"  Ulm, Univ.,Diss., 1995

Die Süßkraft der getrockneten Stevia-Blätter entspricht etwa dem 15-30fachen Wert unseres Zuckers.

Srevia rebaudiana wird nicht nur traditionell von den Einwohnern Südamerikas als Süßungsmittel verwendet, sondern feiert seit einigen Jahrzehnten einen waren Siegeszug in den Industrieländern. Größter Verbraucher von Stevia ist Japan, wo bereits 1954 mit dem Anbau begonnen wurde. Als die japanische Regierung 1969 wegen gesundheitlicher Risiken den Verkauf von syntetischen Süßstoffen verbot, stieg dort der Verbrauch von Stevia extrem an und hat inzwischen einen Marktanteil von über 40%. Sie finden heute Stevia in japanischen Fertignahrungen, eingelegten Meeresfrüchten, Süßigkeiten, Kaugummi, Sojasoße, ebenso in Getränken wie der japanischen Version von Cola-Light. Es sind sehr viele wissenschaftliche Studien zu Stevia durchgeführt worden. So wurde unter anderem der Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, den Blutdruck und die Fruchtbarkeit untersucht. Nach objektiver Sichtung und Beurteilung dieser Unmengen von Daten, können wir heute davon ausgehen, daß Stevia das natürlichste, sicherste und gesündeste Süßungsmittel auf dieser Erde ist. Zudem hat 2004 JECFA, eine Arbeitsgruppe der WHO, die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Stevia rebaudiana und den daraus hergestellten Auszügen bestätigt. Steviosid besteht aus dem Alkohol Steviol und 3 Molekülen Glucose. Steviosid besitzt die 300fache Wirkung von Saccharose und enthält kein Stickstoff.

Die aktuelle Situation von Stevia in der Europäischen Gemeinschaft

Das von der EU verhängte Verbot bezieht sich auf Steviablätter und alle daraus hergestellten Produkte als neuartiges Lebensmittel oder Lebensmittelzusatz (Novel Food Verordnung Nr.258/97)

Die Begründung der EU lautet: Die gegenwärtige Informationslage sei nicht ausreichend, um eine umfassende gesundheitliche Unbedenklichkeit zu garantieren. Vorliegende wissenschaftliche Untersuchungen seien wiedersprüchlich und/oder entsprächen in ihrer Durchführung keinem derzeitig geltenden Standart.

Die vom wissenschaftlichen Lebensmittelausschuß angeführten wissenschaftlichen Arbeiten belegen in ihrer gesammten Aussage die Vermutung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit.

Das Stevia bis heute als natürliches Süßungsmittel in der EU noch nicht zugelassen worden ist hat folgende Ursachen:

  • Stevia kann als Naturprodukt nicht monopolisiert werden. Entsprechend findet sich keine finanzkräftige Lobby, die eine Zulassung anstrebt.
  • Die EU möchte den Binnenmarkt für Produkte aus Südamerika, China und Japan nicht eher öffnen, bis eigene Anbau- und Verarbeitungskapazitäten aufgebaut sind.
  • Süßstoff und Zuckerindustrie scheinen Einfluß auf die Entscheidungsfindung der zuständigen Kommissionen zu nehmen.